Klaviertrio Würzburg Das 2001 gegründete Klaviertrio Würzburg gilt heute als arriviertes und vielbeschäftigtes junges Ensemble, "das mit seinem Namen jenem Ort Referenz zollt, wo es seine ersten Meriten erworben hat". Musiker und Rezensenten bescheinigen "herausragende Kompetenz" im Verein mit "hellwacher Spontaneität" und "mitreißendem Schwung". Das Publikum spricht über "außergewöhnliche Harmonie", "imponierende und temperamentgeladene Virtuosität".

Seit seinem Debüt in der Würzburger Residenz ist es innerhalb zahlreicher angesehener Konzertreihen im In- und Ausland, in Musikzentren wie München, Wien, Paris, Berlin, Hamburg, Köln, Essen, Dresden, Leipzig, Magdeburg, Hannover, Basel aufgetreten. Einer breiten Öffentlichkeit ist das Klaviertrio Würzburg auch von Rundfunk und Fernsehen (Bayerischer Rundfunk, BR alpha, Norddeutscher Rundfunk, Radio Bremen, Deutschlandradio Kultur) vorgestellt worden.

Einladungen zu Musikfestivals umfassen Konzerte beim Mozartfest Würzburg, den Würzburger Bachtagen, Bayreuther Festspielsoiréen, dem Hohenloher Kultursommer, Schwäbischen Musiksommer Mozartiade, Spohr-Sommer Braunschweig, Musikfest Goslar-Harz, Heidelberger Kammermusikfest, Mendelssohn-Tage Leipzig und dem Festival au Marais Paris.

Das Trio studierte bei Prof. Hatto Beyerle (dem Gründungsbratschisten des Wiener Alban Berg Quartetts) an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und bei Prof. Sören Uhde an der Hochschule für Musik Würzburg. Prägend waren zudem die Meisterkurse von Menahem Pressler und Siegfried Palm. Die solistische Ausbildung der drei Musiker erfolgte an den Musikhochschulen in Würzburg, München, Mannheim, Hannover, Lübeck und am Salzburger Mozarteum.

Ulrich Konrad, einer der führenden Mozart-Forscher und Ordinarius für Musikwissenschaft an der Universität Würzburg, konzipierte in Zusammenarbeit mit dem Klaviertrio Würzburg mehrere Kammermusikzyklen, die seitens der Öffentlichkeit großen Zuspruch erfahren haben. Die Klaviertrios von Ludwig van Beethoven führte das Klaviertrio Würzburg an jeweils drei Abenden 2006 und 2007 in Osnabrück, München und Würzburg zyklisch auf.

Das Repertoire des Trios umfaßt über 50 Klaviertrios, darunter einige selten aufgeführte Werke, von der Klassik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen.

Das Würzburger Klaviertrio war 2005 Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes.

Bei keferstein records sind bislang zwei CDs erschienen: mit Werken von Mendelssohn, Chopin und Liszt (2005) und "Live in München" (2008).


Karla-Maria Cording Karla-Maria Cording, geboren in Würzburg, wurde als Elfjährige in die Klavierklasse von Prof. Marta Sosinska aufgenommen. Zuvor war sie ein Jahr Schülerin von Prof. Kirsti Hjort und bis zum Abitur von Vassilia Efstathiadou in Hannover. Sie gewann zahlreiche 1. Preise bei Wettbewerben. Beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" in Köln wurde sie Siegerin ihrer Altersgruppe in der Kategorie Klavier solo.
Nach dem Abitur studierte sie bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling an der Hochschule für Musik und Theater Hannover sowie an der Münchner Musikhochschule bei Prof. Margarita Höhenrieder. Nach künstlerischem und pädagogischem Diplom schrieb sie sich an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg für die Fächer Musikwissenschaft und Musikpädagogik ein und graduierte 2006 zur Magistra Artium mit einer Arbeit über Maurice Ravels Klavierzyklus "Gaspard de la Nuit". In ihren Solorezitalen widmet sie sich mit Vorliebe dem französischen Impressionismus. Beim Westdeutschen und beim Bayerischen Rundfunk liegen Aufnahmen mit Préludes von Alexander Skrjabin vor. Solistisch mit Orchester konzertierte sie zuletzt mit Beethovens Tripelkonzert als Pianistin des Klaviertrios Würzburg (Würzburg 2010).


Katharina Cording Die Geigerin des Trios, Katharina Cording, stammt ebenfalls aus Würzburg. Nach zwei 1. Preisen erfolgte die Aufnahme in die bayerische Frühförderungungsklasse von Prof. Conrad von der Goltz. Mit vierzehn Jahren wurde sie Schülerin von Prof. Wanda Wilkomirska in Mannheim. Sie gewann weitere Preise und begann regelmäßig zu konzertieren. Nach dem Abitur studierte sie bei Prof. Sören Uhde an der Würzburger Musikhochschule. Dort trat sie auch mit Mendelssohns e-moll-Violinkonzert als Solistin des Hochschulorchesters auf und erhielt 2005 das Meisterklassendiplom zugesprochen. 2001 war sie Teilnehmerin und Stipendiatin des Concours Reine Elisabeth in Brüssel und spielte das Violinkonzert von Brahms im Jenaer Volkshaus. 2001/02 verbrachte sie ein Studienjahr am Salzburger Mozarteum bei Prof. Dr. Helmut Zehetmair sowie Prof. Ruggiero Ricci und absolvierte dort die künstlerische Diplomprüfung "mit Auszeichnung". Darüberhinaus besuchte sie Meisterkurse von Ida Haendel, Zakhar Bron, Herman Krebbers und Yfrah Neaman. Solistisch ist sie u.a. in der Bremer Glocke mit Paganinis 2. Violinkonzert aufgetreten.


Peer-Christoph Pulc Der in Berlin geborene Cellist Peer-Christoph Pulc erhielt ab dem Alter von fünf Jahren Violoncellounterricht. Seine vielfältigen solistischen Aktivitäten begann er mit Vierzehn, als er erstmals mit Orchester das erste Cellokonzert von Camille Saint-Saëns spielte. In Paris debütierte er jüngst mit einem sehr erfolgreichen Solorezital, als Solist mit Orchester war er u.a. mit Paganinis Moses-Variationen in Hamm zu hören. Nach dem Abitur studierte er Violoncello an der Musikhochschule Lübeck und Mathematik an der Universität Osnabrück. An der Hochschule für Musik Würzburg studierte er bei Prof. Jörg Metzger und absolvierte 2001 die künstlerische Diplomprüfung. Anschließend konnte er sein Studium in der Meisterklasse von Prof. Michael Flaksman und Prof. Siegfried Palm an der Musikhochschule Mannheim fortsetzen. Zum Konzertexamen 2003 spielte er "Schelomo" von Ernest Bloch in der Stadthalle Heidelberg. Peer-Christoph Pulc besuchte Meisterkurse von David Grigorian, Arto Noras, Boris Pergamenschikow, Heinrich Schiff, Eleonore Schoenfeld und Victoria Yagling. Er war Praktikant sowie Substitut im Orchester des Landestheaters Coburg. Im Rahmen des "Festivals für Neue Musik Würzburg" wirkte er an mehreren Uraufführungen mit, die vom Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet wurden. 2005 war er Stipendiat des Richard-Wagner-Verbands.