Ein anspruchsvolles, stilistisch vielseitiges Programm: Ihre Visitenkarte gaben die Musiker mit Haydns spritzigem C-Dur-Trio Hob. XV:27 ab. Das flüssige, perlende Spiel der Pianistin und der energisch-musikantische Zugriff der Geigerin ergänzten sich vortrefflich, und auch der Cellist, sonst bei Haydn bisweilen eher mit Stütztönen als eigener Profilierung bedacht, konnte in seinem lebhaften Spiel schöne Ausdruckswerte zeigen. Eine ganz andere Welt tat sich in Schostakowitschs Trio e-moll op. 67 auf, einer stellenweise zutiefst erschütternden Trauermusik, die von lebenszugewandten, stilistisch der Klezmermusik verwandten Abschnitten kontrastiert wird. ...dramaturgisch vorausschauend angelegte, sehr eindrucksvolle Gesamtdisposition... Mit dem H-Dur-Trio op. 8 von Johannes Brahms – in der vom Komponisten revidierten Spätfassung - endete die gut besuchte Matinee mit ansteckendem romantischem Impetus. Der lang an-dauernde Schlußapplaus wurde mit zwei Zugaben belohnt: dem Finale aus Chopins g-Moll-Trio und der Dumka aus Dvořáks Trio in e-Moll.
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