Eine außergewöhnliche Harmonie prägte die Interpretationen, die wie selbstverständlich jedem Vortragenden
Gelegenheit gaben, seine Virtuosität zu beweisen. Immer wieder fanden sich zwei Instrumente zu einem musikalischen
Pas de deux, nahmen sich ein Streicher oder das Piano zurück, um gleich darauf die Konstellation fließend und fast
spielerisch zu verändern. Ob stürmisches Presto, intensive Dramatik oder spannungsgeladene Tonfolgen: Nie ging der
symbiotische Bezug der Interpreten zueinander verloren. Trotz immenser Ausdrucksfülle wurde spürbar, daß sich die
jungen Künstler nicht im Grenzbereich ihres musikalischen Könnens bewegten. Auch in virtuoser Perfektion schwang eine
gelassene Selbstsicherheit mit, die den Ausführenden enthusiastische Intonation erlaubte, ohne sich instrumental
verausgaben zu müssen.
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