Das „Klaviertrio Würzburg“ mit den Schwestern Katharina und Karla-Maria Cording, Violine und Klavier, und Peer-Christoph Pulc, Violoncello, brachte ein Klaviertrio von Leonard Bernstein, welches dieser mit 19 Jahren schrieb, ein Kabinettstück von jugendlicher Fabulierfreude mit vielen oft noch etwas lose zusammengesetzten Ideen, den bei Bernstein so speziellen rhythmischen Raffinessen, lyrischen und zupackenden Passagen, herrlichen Soli in allen drei Instrumenten, von dem großartig musizierenden Trio in ungemein anregender und zündender Spielfreude geboten. Katharina Cording gestaltete den Violinpart voller Intensität und Ausdruckskraft mit blühendem Ton, Peer-Christoph Pulc den Cellopart mit samten abschattiertem Ton in starker und farbiger Dichte, und Karla-Maria Cording begeisterte am Flügel durch ihr so mitgehendes und einfühlendes Spiel. Als Beispiel sei da das gemeinsame Pizzicato der beiden Streicher genannt, das von der Pianistin in gleicher Klangkultur großartig weiter geführt wurde.
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