Eines solch großen Andrangs erfreute sich das sonntägliche Kammermusikkonzert im Iburger Schloss, dass im letzten Moment noch eine Reihe zusätzlicher Stühle aufgestellt werden musste. Die Freude hierüber stand dem Veranstalter Harry Jahns im Gesicht geschrieben. Der große Andrang hatte seinen Grund: Es ist schon ein besonderer Genuss, in dem ebenso festlichen wie intimen Rahmen des barocken Rittersaales einem Kammerkonzert mit einem besonders schönen Programm zu lauschen.' Das junge „Klaviertrio Würzburg“ hatte es nicht leicht mit dem berühmten Abegg Trio als direktem Vorgänger in der Konzertreihe. Und trotzdem vermochten die beiden Schwestern Katharina Cording (Violine) und Karla-Maria Cording (Klavier) gemeinsam mit Peer-Christoph Pulc am Violoncello ihre Zuhörer zu überzeugen, nicht zuletzt durch ein außergewöhnlich harmonisches Zusammenspiel aller drei. Bereits im schwungvoll musizierten Allegro des Klaviertrios in C-Dur von Joseph Haydn erwies sich dies als die besondere Stärke des jungen Trios. Das Klaviertrio Nr. 2 in e-Moll von Schostakowisch jedoch bildete die größte Herausforderung für die Musiker und zugleich den Höhepunkt des Abends. Leidenschaftlich und temperamentvoll nahm das Trio die Herausforderung an und zog das Publikum durch viele wunderbare Momente, wie den abgrundtief traurigen Anfang des Largos in seinen Bann. Im Andante des Es-Dur-Klaviertrios von Schubert brillierte Peer-Christoph Pulc mit schönen Solo-Passagen, die ebenso wie die Reprise des Themas in Geige und Cello am Ende des 2. Satzes das Publikum bezauberten.
Das Publikum „erklatschte“ sich als Zugaben den 2. Satz aus Mendelssohns Klaviertrio sowie das Finale aus dem Klaviertrio von Frederic Chopin.
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