Die drei Künstler Katharina Cording,Violine, Peer-Christoph Pulc, Cello und Karla-Maria Cording, Klavier brachten bedeutende Werke der Trioliteratur von Beethoven, Dvorák und Mendelssohn Bartholdy. Das Publikum war von dieser lebendigen Interpretation und der hohen Musikalität des Ensembles begeistert.
Im Rittersaal erlebte man drei Künstler, die überzeugend darstellten, wie faszinierend die musikalische Auseinandersetzung mit großen Werken der Kammermusik sein kann. Bei dem Klaviertrio Würzburg ist die Harmonie der Gemeinsamkeit gegeben, die erstaunliche instrumentale Brillanz drängt sich nie in den Vordergrund. Es geht den drei jungen Leuten um die Transparenz des Klangbildes und um die werkgemäße Darstellung der musikalischen Abläufe mit ihren vielen dynamischen und harmonischen Ereignissen.
Hier ergeben drei gute Solisten auch ein gutes Trio, was gewiß nicht selbstverständlich ist. Aber es ist ja auch die Begegnung mit drei jungen Künstlern, die (beileibe nicht nur technisch) einen so hohen Grad an musikalischer Präsenz bieten, daß die Zuhörer beeindruckt, vor allem aber auch erfreut sind. Es macht Spaß, ihnen zuzuhören.
Zu Beginn gab es das 2. Trio aus op. 1 von Beethoven. Hier schon zeigte sich die Meisterschaft der drei Musiker: die Spannungsdichte der Kopfsätze, die wunderbar gespielte volksliedhafte Schönheit des langsamen Satzes, und vieles mehr, musiziert mit großer Gestaltungsfreude. Auch Dvoráks Dumky-Trio und das oft gehörte d-moll-Trio von Mendelssohn Bartholdy wurden mit ihrem Reichtum an musikalischer Gestaltung aufgeführt, seien es die Spannungsbögen oder sei es die Genauigkeit der Akzentuierungen, alles Kennzeichen einer hochkarätigen musikalischen Gruppierung.
Der Beifall wollte nicht enden. Es gab Chopin- und Beethovensätze als Zugaben, kostbare Ausklänge eines großartigen Konzerts.
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