Das Konzert begann mit Robert Schumanns Trio für Klavier, Violine und Violoncello d-moll op. 63. Und nur wenige Takte des Klaviertrio Würzburg waren nötig, um deutlich zu machen: Hier sind nicht nur Könner, sondern Virtuosen am Werk. Sehr dramatisch wurde da Spannung aufgebaut, ganz leicht wurde sie wieder gelöst, Leidenschaft und Feuer konnten die drei Musiker genauso umsetzen wie sanfte Innigkeit. Ein Herz, das da nicht ergriffen wurde, mußte schon aus Stein sein.
All das gilt nicht minder für die Stücke von Woldemar Bargiel, Felix Mendelssohn Bartholdy und Heinrich Wilhelm Ernst, der sein „Allegro pathétique“ am Tage, jedoch bei geschlossenen Vorhängen und Kerzenschein komponiert hatte, wie Karla-Maria Cording, Katharina Cording und Peer-Christoph Pulc verrieten und wie auch sofort einsichtig wurde: Denn die Verträumtheiten wie auch die Nachtseitigkeiten, die zu hören waren, hätten sicher kein gleißendes Sonnenlicht vertragen.
zurück