„Sie dürfen wiederkommen, wenn Sie das Klaviertrio von Anton Arenski im Programm haben“, hatte Hellmuth von Brehm, der Vorsitzende des Konzertrings, den Mitgliedern des Klaviertrios Würzburg mit einem Augenzwinkern gesagt. Das war vor vier Jahren. Als die Musiker jetzt wieder nach Bad Segeberg kamen, hatten sie dieses hochromantische Werk im Repertoire.
Es stand im Mittelpunkt der ersten Hälfte des Abends im Bürgersaal. Die Musiker gaben dem Werk etwas Zeitloses; obwohl schon 1894 komponiert, klingt es durchaus modern.
Zum Auftakt hatte das Trio Frédérich Chopins „Introduction et Polonaise“ für Klavier und Cello gewählt. Faszinierend war das impulsiver Zusammenspiel von Pianistin Karla-Maria Cording und Cellist Peer-Christoph Pulc.
Henryk Wieniawskis „Fantasie über Gounods Oper ‚Faust‘“ bildete ein ideales Werk für Violinistin Katharina Cording. Von ihrer Schwester am Flügel begleitet, glänzte sie mit ihrer Virtuosität.
Unbestreitbarer Höhepunkt war Peter Tschaikowskys einstündiges Klaviertrio, das die zweite Hälfte des Konzerts bildete. Karla-Maria Cording spielte nach russischer Schule mit kraftvollem Anschlag, die beiden Streicher setzten sich mit scharfem Bogenstrich durch. Das komplexe Werk, dessen Bandbreite in Dynamik, Thematik und Emotionalität enorm ist, klang aus in eine atemlose Stille.
Auch das Publikum brauchte eine Schweigeminute, bevor es den Musikern verdienten stürmischen Applaus spendete.
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