Beifall für „Klaviertrio Würzburg“
Chamer Zeitung, 26. 03. 2009
Das Konzert des „Klaviertrios Würzburg“ im Barocksaal des ehemaligen Klosters Walderbach bescherte den Zuhörern mit seinem geschickt zusammengestellten Programm die Bekanntschaft mit den Jubilaren des Jahres 2009: Joseph Haydn (200. Todestag), Louis Spohr (150. Todestag) und Felix Mendelssohn-Bartholdy (200. Geburtstag).

Haydns Form des Trios diente zeitgenössischen Komponistenkollegen und nachfolgenden Generationen als Modell. Schon bei der Wiedergabe des C-Dur-Trios Hob. XV:27 beeindruckte das harmonische Zusammenspiel und die musikalische Perfektion der jungen Instrumentalisten. Louis Spohr fristet heute auf den Konzertpodien sehr zu Unrecht ein Kümmerdasein. So ist es Karla-Maria Cording (Klavier), Katharina Cording (Violine) und Peer-Christoph Pulc (Cello) hoch anzurechnen, das Klaviertrio op. 119 mit seinem ernsten, aber auch schwärmerisch-melancholischen Tonfall wieder zum Bühnenleben erweckt zu haben. Sie schafften dies mit durchgängiger Energie, präzise modellierten Übergängen und einer nahezu unerschöpflichen Skala von musikalischen Farben.

Mendelssohn-Bartholdys teils lyrisches, teils virtuoses Klaviertrio op. 66 spielten die Musiker nach der Pause im Wechsel zwischen Beseeltheit und Brillanz. In der vom Publikum mit langanhaltendem Beifall geforderten Zugabe kamen nochmals die Interpretationsmerkmale der Musiker zum Vorschein: klangvolles Pianissimo und tiefe Versenkung in poetische Sphären.

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