Mit einem Konzert des Klaviertrios Würzburg beschloß die Gesellschaft der Musikfreunde am Donnerstag die aktuelle Saison. Das Programm von Katharina Cording (Violine), Peer-Christoph Pulc (Violoncello) sowie Karla-Maria Cording (Klavier) umfasste Werke von Frédéric Chopin, Franz Liszt und Franz Schubert.
Eröffnet wurde der Abend mit Chopins Trio in g-moll op. 8. In diesem Werk hatte der Komponist den Hauptakzent dem Klavier zugewiesen. Gleichwohl versteht sich die souverän agierende Karla-Maria Cording nie als einseitig dominierende Gestalterin. In kongenialer Weise bindet sie die Streicher in das musikalische Geschehen ein. Besonders in den beiden Mittelsätzen gleicht sich das thematische Geschehen zunehmend aus, so daß ein zauberhaftes Geflecht entsteht, in dem die musikalische Führung zwischen Streichern und Klavier hin- und her flutet.
Franz Liszts ursprünglich als Klavierwerk konzipierte Ungarische Rhapsodien wurden teilweise auch für großes Orchester instrumentiert. Von der Rhapsodie Nr. 9 mit dem Untertitel „Karneval in Pest“ – benannt nach dem östlichen Teil der ungarischen Hauptstadt – erklang die Fassung für Klaviertrio. In der musikalischen Ausarbeitung verbinden sich Melodien der ungarischen Volksmusik mit Elementen des Wiener Salons. Daraus ergeben sich überaus aparte Kontraste, die von den Musikern wundervoll inszeniert wurden.
Das den Abend beschließende Trio von Franz Schubert wurde im Dezember des Jahres 1827 uraufgeführt. In seiner Heterogenität verdeutlicht es die Persönlichkeit des Komponisten. Gleichwohl gewinnt dieses Werk großen Einfluß auf nachfolgende Komponisten. Die Grundlage des zweiten Satzes bildet ein schwedisches Abschiedslied, in dem Schubert seine lebensprägende Wanderthematik spiegelt. Das Klaviertrio Würzburg musizierte dieses Werk mit Bravour.
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