Der Verein Gießener Meisterkonzerte scheint bei den Basilika-Konzerten die richtige Mischung aus heimischen und auswärtigen Ensembles gefunden zu haben; der Publikumszuspruch entwickelt sich positiv, wie sich am Samstag im Konzertsaal des Rathauses zeigte. Das Klaviertrio Würzburg, das bereits zweimal auf dem Schiffenberg gespielt hatte, war ein Garant für künstlerisch anspruchsvolle Interpretationen.
Höchst konzentriert horchten Katharina Cording (Violine), Peer-Christoph Pulc (Cello) und Karla-Maria Cording (Klavier) in die langsame g-Moll-Einleitung der Variationen über Wenzel Müllers Lied »Ich bin der Schneider Kakadu« op. 121a von Ludwig van Beethoven hinein. Das Trio spielte sie genau aufeinander abgestimmt und derart ernst, dass man sich kaum vorstellen konnte, welch humorvollen Verlauf die Musik nehmen sollte.
Wie genau die Musiker in Tongebung, Artikulation und Ausdruck aufeinander eingingen, beeindruckte auch in den G-Dur-Variationen selbst. Hinzu kam hier ein großes Maß an Spielfreude. Sie verband sich mit feiner Differenzierungskunst und der Fähigkeit, Kontraste auf fesselnde Weise zur Geltung zu bringen – von bedrückender Melancholie bis hin zu virtuoser Verspieltheit. […]
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